Monatsarchiv: März 2013

Auf zu neuen Ufern und zurueck zum Anfang

 Auf zu neuen Ufern – Ada Foah

Was noch komplett auf meien Reisen gefehlt hat, war die Ostküste Ghanas. Ada Foah ist ein kleines Städtchen mit Inseln drumherum. Von der Trotro-Station kommt man am besten mit nem netten Motorradfahrer an die Ausläufer, wo schon die ersten Fischer ihre Boote parken und der Sand beginnt.Ab dort kommt man nur zu Fuß zu der Stelle, wo der Volta ins Meer fließt. Von den dorfähnlichen Auszügen, wenns wirklich gen Landzunge geht hab ich keine Bilder, weil meine Kamera schlapp gemacht hat. Ein idyllischer Ort, wo die Hütten und die einzelnen Grundstücksabgrenzungen aus geflochtenen Palmblättern gebauten werden. Durch kleinste Gassen gelangt man im warmen Sand ans Wasser….zuerst noch über eine Brücke und nach zwei Strandclubs  ist man an der Flußmündung…. sorry keine Bilder!!!

 

Sauber und herrlich ists da. Die Ureinwohner dieser Gegend gehören zum Volk der Ewe. Sie sprechen Ayigbe, was wohl mit dem Ga verwandt ist, verstehen allerdings nicht Twi. Dafür scheint der Fluss und die Entfernung zu den Ashantis doch zu groß zu sein. Sie sind hellhaeutig – fair in complextion – sie sind freundlich und schoen!!

Ada foah Ada FOah

 

…. und zurück zum Anfang – Dodowa Rinsals 

dodowa-sept 2012 dodwa sept. 2012

Letztens war ich nochmal in Dodowa. Im Norden Accras – ca. zwei Stunde mit dem Trotro. Dort gibt es einen Wasserfall, der gut zu Fuß zu erreichen ist, und den ich am Anfang meines Ghanaaufenthalts zusammen mit Lisa Ha besucht habe. Wir waren glücklich und ganz seelig, in der  abgeschiedenen Athmosphäre, voll grün und sauber – es hieß erstmal anzukommen. Wenn man als Europäer nach Ghana kommt, ist vieles erst mal hektisch, laut, überbevölkert und man hat einen sinnlichen Overload. Da kann einem solch ein ruhiger Ort durchaus dabei helfen runter zu kommen.

 

Ja und da wollt ich nochmal hin. Im Unterschied zum September hat das Land eine ziemlich lange Trockenzeit hinter sich und es hat ncoh nicht häufig und wenn dann nicht nennenwert geregnet. Das Flußbecken auf dem Weg zum Wasserfall trägt kein Wasser mehr. Die Bananenbäume sind vollig ausgetrocknet und müssen sich erst wieder regenerieren. Und der Wasserfall…..eher ein Rinnsal wie man sich vorstellen kann. Von ruhigem Idyll konnte diesmal auch nicht die Rede sein. Eine Schulklasse – SHS 3 würd ich mit mittlerweile geübtem Blick behaupten – macht wohl an selbigem Tag eine Exkursion dahin und die Jungens und Mädels geniesens herrlich… und auch der Stein, der am Eingang mit der Ghanaflage bemalt ist, im Septmeber war er noch voller Farbe, doch jetzt ist er ganz broecklig…

dodowa - maerz 2013

 

dodowa april 2013

Schön wars nochmal dorthin zu  kommen und auch hier zu sehen, das schon einiges an Zeit vergangen ist. Langsam ja sicher bin ich auf dem Weg nach Deutschland…

 

Des weiteren wird im Moment gekocht, was das Zeug hält. Hab ich mich doch etwas weit aus dem Fenster gelehnt, als mich einer der Lehrer gefragt hat, ob ich den nun die ghanaische Küche kenne. Jaja zu genüge: Fufu, Kenkey, Banku, alles….von wegen.

Gari, Kokonte, Komlemle, Yamporridge – das sind nur ein paar der anderen kohlenhydrathaltigen Beilagen, die man zu diversen Stews und Soups essen kann. Zwar aus immer den selben Rohstoffen – Mais, Manjok, Yam – hergestellt, allerdings das eine Mal aus der frischen Warew, das andere Mal aus dem bereits gemahlenen Mehl, ein weiteres Mal aus getrockneter und anschließend gemahlener und anschließend fermentierter Ware….und wenn ich ehrlich bin, weiß ich mittlerweile wieder nicht mehr, was was ist. Aber ich werde dieses ganze Geklöse schon vermissen!!!!

Gari with Muschelstew

 

 

 

 

 

 

 

 

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Abschiednehmen – noch nicht für immer!! UND Brass-Beads – HURRA endlich Schmuckdesigner!!

Mittlerweile ist es März. Die Arbeit an der Ghanaian-German-School ist vorbeiund mittlerweile haben alle meine Mitfreiwilligen den Rückflug hinter sich und haben wieder Deutschen Boden unter sich…. wahrscheinlich ist es Arschkalt, allerdings gibt es fließend Wasser und das nach belieben warm, warme Wohnungen, in denen immer Strom zur Verfügung steht, schnelle Internetleitungen, Freunde, Familie, das eigene zu Zimmer und JAaaa Schnitzel mit Bratkartoffeln, oder noch besser Fleischpflanzerl mit Kartoffelsalat – oder Püree???, Butterbrezen, KÄÄÄÄÄSE, Joghurt und Milch…

wie auch immer – für mich ists noch nicht so weit…

 

Die Abschiedszeremonien jedweder Art – sei es von meinen Mädels oder den Schülern, den Lehrern oder liebgewonnenen Freunden – waren bisher zumindest was mich angeht nicht mit Herzschmerz verbunden. Das liegt sicher daran, dass ich noch nicht weg bin – ich hab nämlich noch 5 Wochen vor mir.

 

Von den 7 verbleibenden Wochen nach meiner Arbeit sind fast zwei schon um, was mir zeigt, dass diese letzten Wochen jetzt sehr schnell vorbeigehen. Es ist ungefähr genausolang, wie ich letztes Jahr als Urlauber hier verbracht habe. Also kann ich es wie Urlaub sehen, nur dass ich hier schon das letzte halbe Jahr gelebt habe. Was also tun??

 

Noch nicht gesehene Orte bereisen – bereits bereiste wunderschöne Orte nochmal sehen und lernen was noch gelernt werden kann.

 

Ersteres ist bei mir auf jedenfall noch der Osten und seine Küste, wenns Geld es zulässt der oberste Norden – wo ich unbedingt nochmal aufschlagen werde ist Cape Cost – ich hab nur ein kurzes Wochenende dort verbracht und diese Küstenstadt hats mir angetan – was ihre Bewochner und ihre Architektur angeht.

 

Letzteres jaja ist nicht wie viele, die mich kennen etwa die Trommelei, nein, ich besuchte seid geraumer Zeit ein Dorf im Süden Kumasis, dass für seine Messingarbeiten bekannt ist. Dort hab ich einen Lehrer gefunden, der mir mit Leib und Seele, viel Liebe zur Arbeit und Witz in jedem Moment das Messinggießen beibringt. Die Messingperlen sind für die Ashantis bekannt. Vor allem die Könige hier tragen Schmuck, und zwar nicht zu wenig, um ihren Reichtum und damit ihre Macht zur Schau zu stellen. Natürlich ist dieser Schmuck dann nicht aus Messing – jedenfalls nicht ausschließlich, sondern mit Gold überzogen – was allerdings meine finanziellen Mittel weit übersteigen würde.

 

Dort verbrachte und verbinge ich auch weiterhin so einige Tage – schwerarbeitend möchte ich betonen. Ich habe durch den Workshop dort einen Heidenrespekt vor dieser Arbeit und denen, die damit ihr Geld verdienen bekommen. Von früh bis spät werden teilweise unwahrscheinlich eintönige Arbeiten vorgenommen. Man könnte meinen, diese Arbeit sei luktrativ, aber nein – betrachtet man Aufwand – zeitlich und materiell – scheint mir nicht viel für die Arb eiter übrig zu bleiben – ich bin mir manchmal gar nicht sicher, ob sie sowas wie Arbeitsaufwand mit ein berechnen. Unsereins würde einen gewissen Stundenlohnn auf den Preis seines Handwerks draufschlagen – aber hier, es scheint mir nicht der Fall zu sein.

 

Viel Spaß mit den Bildern!!