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Auf zu neuen Ufern und zurueck zum Anfang

 Auf zu neuen Ufern – Ada Foah

Was noch komplett auf meien Reisen gefehlt hat, war die Ostküste Ghanas. Ada Foah ist ein kleines Städtchen mit Inseln drumherum. Von der Trotro-Station kommt man am besten mit nem netten Motorradfahrer an die Ausläufer, wo schon die ersten Fischer ihre Boote parken und der Sand beginnt.Ab dort kommt man nur zu Fuß zu der Stelle, wo der Volta ins Meer fließt. Von den dorfähnlichen Auszügen, wenns wirklich gen Landzunge geht hab ich keine Bilder, weil meine Kamera schlapp gemacht hat. Ein idyllischer Ort, wo die Hütten und die einzelnen Grundstücksabgrenzungen aus geflochtenen Palmblättern gebauten werden. Durch kleinste Gassen gelangt man im warmen Sand ans Wasser….zuerst noch über eine Brücke und nach zwei Strandclubs  ist man an der Flußmündung…. sorry keine Bilder!!!

 

Sauber und herrlich ists da. Die Ureinwohner dieser Gegend gehören zum Volk der Ewe. Sie sprechen Ayigbe, was wohl mit dem Ga verwandt ist, verstehen allerdings nicht Twi. Dafür scheint der Fluss und die Entfernung zu den Ashantis doch zu groß zu sein. Sie sind hellhaeutig – fair in complextion – sie sind freundlich und schoen!!

Ada foah Ada FOah

 

…. und zurück zum Anfang – Dodowa Rinsals 

dodowa-sept 2012 dodwa sept. 2012

Letztens war ich nochmal in Dodowa. Im Norden Accras – ca. zwei Stunde mit dem Trotro. Dort gibt es einen Wasserfall, der gut zu Fuß zu erreichen ist, und den ich am Anfang meines Ghanaaufenthalts zusammen mit Lisa Ha besucht habe. Wir waren glücklich und ganz seelig, in der  abgeschiedenen Athmosphäre, voll grün und sauber – es hieß erstmal anzukommen. Wenn man als Europäer nach Ghana kommt, ist vieles erst mal hektisch, laut, überbevölkert und man hat einen sinnlichen Overload. Da kann einem solch ein ruhiger Ort durchaus dabei helfen runter zu kommen.

 

Ja und da wollt ich nochmal hin. Im Unterschied zum September hat das Land eine ziemlich lange Trockenzeit hinter sich und es hat ncoh nicht häufig und wenn dann nicht nennenwert geregnet. Das Flußbecken auf dem Weg zum Wasserfall trägt kein Wasser mehr. Die Bananenbäume sind vollig ausgetrocknet und müssen sich erst wieder regenerieren. Und der Wasserfall…..eher ein Rinnsal wie man sich vorstellen kann. Von ruhigem Idyll konnte diesmal auch nicht die Rede sein. Eine Schulklasse – SHS 3 würd ich mit mittlerweile geübtem Blick behaupten – macht wohl an selbigem Tag eine Exkursion dahin und die Jungens und Mädels geniesens herrlich… und auch der Stein, der am Eingang mit der Ghanaflage bemalt ist, im Septmeber war er noch voller Farbe, doch jetzt ist er ganz broecklig…

dodowa - maerz 2013

 

dodowa april 2013

Schön wars nochmal dorthin zu  kommen und auch hier zu sehen, das schon einiges an Zeit vergangen ist. Langsam ja sicher bin ich auf dem Weg nach Deutschland…

 

Des weiteren wird im Moment gekocht, was das Zeug hält. Hab ich mich doch etwas weit aus dem Fenster gelehnt, als mich einer der Lehrer gefragt hat, ob ich den nun die ghanaische Küche kenne. Jaja zu genüge: Fufu, Kenkey, Banku, alles….von wegen.

Gari, Kokonte, Komlemle, Yamporridge – das sind nur ein paar der anderen kohlenhydrathaltigen Beilagen, die man zu diversen Stews und Soups essen kann. Zwar aus immer den selben Rohstoffen – Mais, Manjok, Yam – hergestellt, allerdings das eine Mal aus der frischen Warew, das andere Mal aus dem bereits gemahlenen Mehl, ein weiteres Mal aus getrockneter und anschließend gemahlener und anschließend fermentierter Ware….und wenn ich ehrlich bin, weiß ich mittlerweile wieder nicht mehr, was was ist. Aber ich werde dieses ganze Geklöse schon vermissen!!!!

Gari with Muschelstew

 

 

 

 

 

 

 

 

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Reisezeit – „what are you looking for?“

Reisezeit – so heißt mein Fotoordner der die Bilder der letzten Wochen beinhaltet. Diese Reisezeit begann am 13. Dezember, dann gabs eine kurze Unterbrechung, in der wir von der GGS unsere „end of term exames“ bewältigten, und schließlich begannen die offiziellen Ferien und damit Weihnachten, Neujahr und am am 14. Januar war ich wieder in Kumasi. Das ist nun auch schon wieder  2 Wochen her. Die letzten Wochen vergehen nun wie im Flug ist meine Befürchtung, weshalb sich hin und wieder der Gedanke einer Verlängerung meines Aufenthaltes aufdrängt. Aber warten wirs mal ab….

 

Wie kann man 4 Wochen Reisezeit nun kurz und knackig, damits auch ein paar Leute lesen, beschreiben?? Schwierig – also hab ich beschlossen, ich lass es – es gibt keine Dokumentation meiner Reisewochen.

 

Kurz – wo ich überall war….

 

Mitte Dezember:     

Northern Region –   Tamale und Larabanga

Weihnachten bis kurz vor Silvester:  

Accra –   Teshie, Tema: Strand, Meer und Schmutz, Industriehafen

Industriehafen Tema

Industriehafen Tema

wie unser Ruhrgebiet ??

wie unser Ruhrgebiet ??

Fischerhafen

Fischerhafen

Industriehafen Tema

Industriehafen Tema

Silvester und zum Auskurieren:

Western Region –    Strand, Meer und Palmen keine Schmutz  und keine                                                                  Menschenseele

keine Menschenseele

keine Menschenseele

keine Menschenseele

keine Menschenseele

Fischerdorf

Fischerdorf

Rundhütte

Rundhütte

Strand und Palmen

Strand und Palmen

GE DIGITAL CAMERA GE DIGITAL CAMERA

Januar:    

Eastern Region        Kofuridua – Beadsmarket                                                                                     Glas- und Bronzeperlen bis zum Abwinken

Volta Region –          Wandern, Wildnis, Herbst und Bootfahren

Bootfahren

Bootfahren

 

Damit sind bis auf die obersten zwei Regionen Upper West und Upper East alle Regionen Ghanas besucht. Wir Mädels haben also mehr von Ghana gesehen als die meisten Ghanaer selber. Ohne Witz, das was wir hier tun, dieses Land bereisen, seine  Sehenswürdigkeiten und verschiedenen Landschaften bestaunen – seien es Berge – manche würden es vielleicht eher Hügel nennen, Wald und Wiesen oder Sandstrand und Meer oder die absolute Einöde und Savanne, die der Norden zu bieten hat.

 

What are you looking for?

 

Wenn wir unseren ghanaischen Freunden erzählen, wo wir überall waren, sind sie meist beeindruckt, ganz aufgeregt und einer fragte mich dann „What are you looking for?“ Gute Frage. Was suche ich eigentlich? Und was macht man mit all den Eindrücken, die man von diesem Land gewinnt? Man versucht sie fest zu halten – klar. Gedankliches in Tagebüchern – analog oder wie hier digital und man macht Fotos und das bis weilen nicht zu knapp. Du versuchst die Atmosphäre einzufangen wenn du in der Volta Region neben den Wli-Waterfalls stehst. Alles ist sauber – das Wasser ist klar, wie es sich in den Bergen gehört und du bist von der unbändigen Kraft des hinabstürzenden Wassers beeindruckt. Man macht Fotos, obwohl man weiß, dass dieses Naturempfinden niemals eingefangen werden kann. Ist die Alternative dann im Moment zu leben und zu geniesen, und leider aufgrund fehlender Dokumentation alles zu vergessen, bzw. beschränkter zu sein in den Möglichkeiten sich die Erlebnisse wieder ins Gedächtnis zu rufen? O.K. Das sind touristische Orte. Manchmal – zum Beispiel bei den Wli-Waterfalls musst du extra fürs Mitnehmen einer Kamera beim Touristencenter bezahlen, also gut – dann benutzt du sie auch sicher.

 

Aber was ist mit dem erschütternden, beklommenen Gefühl das man bekommt, wenn man am Stadtstrand in der Nähe des Ghettos von Accra/Teshie steht. Man sieht Müllberge, Plastikinseln, Klamotten und Schuhe und alles nur Erdenkliche, das an den Strand gespült wird. Unser eins würde nie auf die Idee kommen, hier zu baden – die Bewohner dieser Stadtteile hingegen, für sie ist das ganz normal.

Was macht man also mit diesen Momenten? Immernoch dokumentieren?  Orte, des täglichen Lebens – ohne touristische Highlights – aber für mich als Europäer mit soviel Absurdem, Ungewohntem, und Erstaunlichem verbunden, dass mans eigentlich festhalten will. Wie soll man seinen Freunden und Verwandten zu hause all die Geschichten erzählen – ohne unterstützendes Fotomaterial. Aber da überkommt mich dann doch die Scham – meistens zumindest.

 

Aber nochmal zur Frage „What are you looking for?“ Das wirkliche Ghana sehen und erleben? Aber was ist das wirkliche Ghana? Und wo ist es zu finden? Im unberührten Norden, wo die Kolonialisten nie Interesse zeigten, weil keine Bodenschätze zu finden sind und für die Sklaverei – ach was, viel zu weit im Inland.  Das Afrika das man sich vorstellt, Sand – roter Sand, Rundhütten, Fahrradfahrer, Moslems in ihren wunderschönen Kutten… Hier findet man die älteste Moschee Westafrikas – wieder ein touristisches Spektakel, auch wenn sie kleiner ist als man es sich vorstellt. Hier findet man aber auch Familien in ihren Rundhütten, die Sheabutter herstellen, das dort traditionell als Nahrungsfett zum Braten verwendet wird. Sie verkaufen Sheabutter billigst an Deutsche, welche es anschließend mit vermutlich gehöriger Preisspanne parfümiert und koloriert an den Mann bzw. die Frau bringen. Globalisierung – Internationalisierung juhe…

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Maremüll

Maremüll

Müll Müll

Müll Müll

Kakteenaktion

Kakteenaktion

Waterfalls

Waterfalls

Waterfalls

Waterfalls

Voltaregion mit MOTORBIKES erforschen

Voltaregion mit MOTORBIKES erforschen

BAR oder SPOT, wie Trinkanstalten hier genannt werden

BAR oder SPOT, wie Trinkanstalten hier genannt werden

Yaya - sie is meine ;)

Yaya – sie is meine 😉

Friends

Friends

Cocobeach - grad recht fürs Schweinderl

Cocobeach – grad recht fürs Schweinderl

Cocobeach

Cocobeach

beim Ausgehen

beim Ausgehen

 

 "kleine Fisch" = frittierte kleine Heringe

„kleine Fisch“ = frittierte kleine Heringe

Nach dieser Reisezeit ist für mich klar es sind weniger die tourisitschen Orte, Sehenswürdigkeiten, Strände, die mich an diesem Land interessieren. Es sind mehr die Orte des täglichen Lebens, die mit den Geschichten, Erfahrungen und Einstellungen aber auch Wünschen und Vorstellungen der Bewohner gefüllt, die bei mir Eindruck hinterlassen. Und ich muss es zugeben, es sind meist die eben nicht so schönen Gegenden  des Landes.

 

Wieder in Kumasi zu sein, ist wie wieder nach Hause zu kommen – tatsächlich. Und sich gewahr zu werden, dass nach 6 Wochen einiges anders wird – bzw. dieses zuhause verlassen wird. Also gilt es nochmal alles rauszuholen, was geht. Nachdem sich meine Trommelerlebnisse bisher in Grenzen gehalten haben, hab ich über ATO eine Art Musikschule im Unigelände der KNUST gefunden, das traditionelle ghanaische Trommelei unterrichtet – es sind international bekannte Musiker – ich kenn jetzt keinen namentlich – aber gut, das heißt nix. Morgen ist meine erste Unterrichtsstunde und ich bin wirklich aufgeregt, weil ich schon lange nicht mehr und erst recht nicht mit so professionellem Pack getrommelt habe.

 

Außerdem steht noch ein Bronze-Perlen-Workshop an – eigentlich für den Rest meiner Zeit hier an der GGS geplant aber wenn das mit der Trommelei der Hammer wird, kann ich nicht beides machen. Wir werden also sehen…

„Moving the nation“ – robber bombs und Oba Yaa

Die Fahrt nach Accra verlief ein bißchen anders als erwartet. Lisa Ha und ich sind morgens um 8 Uhr hier los und waren nach einigen Trotro-Umsteigereien – das sind hier so Art Linienbusse meist aus alten Transportern aus Europa – an der MMT-Station. Für längere Strecken gibt es ein eigenes Bussystem, wie schon mal beschrieben, sind das richtige Omibusse, und es gibt sie in Privater Hand, diese sind komfortabler und wie ich jetzt nach Accra weiß, auch schneller und es gibt das staatliche Busunternehmen MMT – Metro Mass Transit. Mit dem Motto „MOVING THE NATION“. Hier sind wir gegen 9:30 Uhr. Der Bus startet, wenn er voll ist, das weiß man, eigentlich auch eine sehr unweltschonende Sache, allerdings kann das bei 65 Sitzen schon so eine ganze Weile dauern – in unserem Fall ca. 2,5 Stunden. But remeber!! „There is no hurry in life!!“ Die letzten Sitze sind immernoch nicht besetzt, allerdings beschwert sich irgendwann eine Frau lauthals beim Driver und einige stimmen mit ein, so dass sich schließlich der Fahrer überreden läßt und siehe da, während er das Busgelände verlassen will, finden sich auch für die letzten drei Plätze noch Mitfahrer. Bis wir aus der Stadt raus sind, ist es ca. 12:30 Uhr und die Fahrt dauert zwischen 4 und 6 Stunden.

Die Strecke zwischen Kumasi und Accra ist die meistbefahrene hier in Ghana. Sie ist zudem zum Großteil gut ausgebaut. Erst gegen Ende, sagen wir die letzten Hundert km vor Accra entwickelt sich die meist geteerte Straße in eine hubbelige staubige Sandpiste. Viele der Fahrgäste halten sich Taschentücher vor den Mund und die Nase. Alles läuft wie am Schnürchen, bis wir vor uns auf der Straße eine Explosion sehen. Im ersten Moment völlig verunsichert, frag ich den Jungen neben wir, was denn da jetzt los sei, er antwortet mir „this are armed robber bombs“. Ich mir meinem Englisch und seiner Ausprache nicht ganz sicher, denke im ersten Augenblick natürlich an bewaffnete Räuber und im zweiten an das wirtschaftlich und politisch ach so stabile Ghana und bin etwas verwirrt. Auch dem zufolge, wie gelassen sich der Rest der Fahrgäste verhält, zweifle ich an meinem Verständins und frage einen zweiten Fahrgast. Er erklärt mir nun, dass die vermeindlichen robber bombs verwendet werden, um die Blocks, also das Gestein zu zerbomben und damit zu zerkleinern, um es zu pulverisiieren und anschließend für den Straßenbau zu verwenden. PUUhh – also keine Räuber. Damit werden aus den rObber bombs – rUbber bombs und später erfahre ich warum sie so genannt werden. Rubber – eigentlich Gummi wird hier für alles mögliche was aus Plastik hergestellt wird verwendet. Und da das Dynamit für diese Bomben in Plastibehälter gegeben wird, heißen diese RUBBER BOMBS – so einfach kann es sein. Es gibt eben auch rubber bowl – Platikschüssel, rubber bucket – Plastikeimer oder only rubber, damit sind dann die Plastiktüten gemeint, die hier bei jedem gekaufen Artikel, und sei es Essen, z.B. Reis and Stew, gratis mitgegeben werden.

Zurück zur Fahrt. Nachdem die Straße freigeräumt wurde, sich mittlerweile ein kleiner Stau gebildet hat, geht die Fahrt weiter. Meine Bitte an wen auch immer ist jetzt nur, dass wir noch vor der Dämmerung in Accra im richtigen Trotro Richtung Teshie sitzen.

Meine Bitte wird auch erhört – allerdings steigen Lisa und ich nicht ins richtige Trotro. Anstelle am Labadi Beach befinden wir und in Labadi Mami – ich denke der Stadt zum dazugehörigen Strand. sodass wir später – mittlerweile ist es dunkel – doch ein Dropping-Taxi nehmen, dass uns zum verabredeten Platz bringt, wo wir von einem Freund unserer Guesthouse-Besitzerin abgeholt und endlich heimgefahren werden. Die Tore vom African-Swiss-Guesthouse in Teshie-Rasta öffnen sich für uns gegen 20 Uhr. Wir sind da, Oba Yaa – Frau Yaa – heißt uns willkommen und stärkt LIsa mit Spaghetti und Tomatensoße und ich bekomme anstelle den Nudeln gekochte Yam. Jetzt sind wir selig und froh angekommen zu sein und legen uns alsbald in das saubere Bett mit wunderbar wohltuenden Matratzen. Challenge geschafft!!

Einmal GREATER ACCRA bitte….

Einmal Accra und Teshie bitte…einmal wieder dahin, wo ich herkomm. Einmal wieder da hin, wo ich letztes Jahr meinen ersten Ghanaaufenthalt hatte, der mich schließlich wieder nach Ghana gebracht hat.

Dahin wo ich mich vielleicht und sicherlich etwas besser als in Kumasi auskenne, wo ich Leute treffe, die ich kenne, die mich und meinen Namen kennen und denen ich einfach Vertrauen entgegenbringen kann und möchte, weil sie ein bißchen wie Familie sind – oder Freunde. Weil sie mich letztes Jahr herzlichst in ihre Gemeinschaft aufgenommen haben, der ein oder andere mir viel über die Kultur erzählt hat, mir gezeigt hat, wie man hier kocht und „miteinander ißt“. Wo ich zwar sicherlich immernoch die Weiße bin, wo mir aber nicht das Gefühl gegeben wird ein Strager zu sein, sondern invited.

Nachdem hier in Ghana die Familie eine präsentere Rolle spielt als bei uns in Deutschland….z.B. Ist es üblich, dass die verscheidensten Familienmitglieder in unterschiedlichster Konstellation zusammen leben – nicht unbedingt freiwillig, sondern weils dort Arbeit gibt, oder die Schule, die besucht werden soll, dort liegt, oder weil ein Kind geboren wird und deshalb ein Cousin zu einem ander Onkel ziehen muss. So ist es auch üblich, dass Kinder nicht unbedingt bei ihren Eltern aufwachsen, sondern vielleicht bei der Tante oder bei der Großmutter.

Ich wollte also das Haus, in dem ich letztes Jahr gewohnt habe und seine Mitbewohner besuchen, es liegt in Teshie Tebibiano. Damals lebte dort der Cousin des Hausbesitzers und eine Famile, bestehend aus einer Mutter mit ihren beiden Kindern und einem Hausmädchen. Da die Mutter nun in einem anderen Stadtteil von Teshie einen Laden eröffnet hat, von dem aus es zu weit wäre jeden Abend nach Hause zu kommen, wohnt sie nun mit ihren Kindern und dem Hausmädchen in der Nähe des Ladens und ist nur ab und zu im Haus. Anstelle dessen wohnt nun ein anderer Cousin und die Schwester der Mutter in diesem Haus. – Neues Jahr, neue Mitbewohner. Trotzdem wird zu jeder Zeit davon gesprochen, das die ursprünglichen Mieter immernoch drin wohnen, lustig, aber manchmal verwirrend. Vielleicht sind sie es, die die Miete bezahlen, oder diejenigen Familienmitglieder, die anfangs hier gewohnt haben und nach und nach andere ihres Clans zwar hier schlafen und leben– aber nicht als Bewohner gesehen werden, wer weiß das schon so genau. Vielleicht ist die ursprüngliche Mieterin die älteste und ist und bleibt damit das Oberhaupt und der Mieter 😉

Greater Accra nennt sich eine der zehn Regionen hier in Ghana. Es sind so zu sagen Regierungsbezirke – oder eher Verwaltungseinheiten Wie auch immer. Greater Accra umschließt die Hauptstadt ACCRA und die westliche Küste kurz bevor der Volta Lake ins Meer fließt ;).

Neben Teshie, wollte ich in Accra die factory der TRASHY-BAGS besichtigen. Sie verwertet unter anderem die hier üblichen sachet water/pure water rubbers. Hier wird das Trinkwasser in 500ml Plastikbeuteln verkauft, welche nach dem Leeren meist auf der Straße landen. Genauso wird mit dem Eis und dem Youghurt verfahren, die ebenfalls in farbenfrohem Plastik verpackt sind. Dass Ghana ein Müllproblem hat, ist sicher bekannt, und diese Firma geht einen eigenen Weg, dieses Problem kreativ zu lösen.

Im Nordosten von Accra liegt die TK-Beads-factory, die die hier populären Glasperlen herstellt. Auch eine Art Müllverwertung, da diese Beads aus Altglas hergestellt werden. Alles alles alles ist reine Handarbeit!!

Neben der Besichtigung der factory und dem Verfolgen der einzelnen Arbeitsschritte, hat jede Firma natürlich auch ihren eigenen Showroom, wo man sich dann mit dem Material eindecken kann. Vor allem in der Beads-factory kam der Kaufrausch über mich, vor lauter Farben und Formen gings soweit, dass Lisa und ich nur noch mit den letzten Cedis gerade so nach Hause gekommen sind. Jetzt kann ich meine eigenen Armbänder kreieren…HURRA…

Hiermit danke an AFRICA-RECYCLED, von wo ich die einzelnen factories entnommen habe.

Was gabs sonst noch??

am Labadi Beachchillen am strandStrand, Sonne, Sonnenbrand,

abends die Windbrise vom Meer her, deshalb auch eine kleine Erkältung

 

Peter Tosh Nights im „Rolling Stone“, Reggae-Nights mit „Princess Labadi Beach“

3 eier täglich!!täglich drei Eier als Gemüseomlette zum Frühstück bei Oba Yaa, genauso wie vier Hunde und acht Junge (1 männlich und 7 weiblich)